Willkommen auf der Webseite der Evangelischen Kirchengemeinde Lippoldsweiler

Unsere Kirchengemeinde ist in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens aktiv. Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen rund um unser Gemeindeleben, kirchliche Feiertage und die Gottesdienste in unserer Gemeinde.

Wir begrüßen Sie ganz herzlich in unserer Gemeinde und wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern.

"Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen."

Matthäus 18:20

Aktuelle Handlungsempfehlungen zum Corona-Virus

Der Oberkirchenrat hat alle Gottesdienste bis auf weiteres ausgesetzt. Auch in der Karwoche und an Ostern wird das Evangelium nicht im Predigtgottesdienst der Gemeinde verkündet, sondern in anderer Form, etwa in Hörfunk und Fernsehen oder im Internet. Die Konfirmationstage im April und Mai werden aufgehoben. Stand heute ist davon auszugehen, dass Zusammenkünfte in Kirchen bis zum 15. Juni 2020 durch die Corona-Verordnung des Landes verboten sind.

Alle Hausbesuche werden ausgesetzt. Sie haben jedoch jederzeit die Möglichkeit mit Pfarrerin Renate Dinda telefonisch und über E-Mail in Kontakt zu treten.

Bitte wenden Sie sich an uns, wenn Sie Hilfe z.B. beim Einkaufen brauchen. Gerade jetzt sind wir als Kirchengemeinde für Sie da.

Wort für diese Zeit

Aus aktuellem Anlass Nachrichten hören, lesen –Ausnahmezeit. Viel Ausnahme, viel Verschärfung. Das meiste überschlägt sich. In uns auch. Die Straßen unserer Orte werden zunehmend leerer, nur Herz und Hirn laufen über. Abends ist der Speicher voll, doch irgendwann schlafen wir ein – schlafen wie an jedem Abend ein. Müdigkeit deckt Sorgen und Fragen zu. Was wäre, wenn wir uns plötzlich in einem Traum wiederfänden? In einem Traum, wie Jakob ihn träumt? Anders als wir ist er nicht auf der Flucht vor bedrängenden Nachrichten, wohl aber steckt auch er in bedrängender Situation. Nicht auf Rosen, sondern auf einen Stein gebettet, schläft Jakob ein, träumt von einer wunderbaren Begegnung: Und siehe, eine Leiter stand auf Erden, die rührte mit der Spitze an den Himmel, und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder. Und Gott stand oben darauf.“ (1.Mose 28,12) Auf dieser Leiter herrscht reges Treiben: Da sind Engel, da ist Licht und oben Gott. Man mag sich wundern über Jakobs festen Schlaf. Aber in allem Trubel denke ich mir Frieden geradeso – mit vielen Engeln und der direkten Verbindung zu Gott.

 

Wenn wir nächtens auf der Flucht sind vor unseren Gedanken, wenn wir in diesen Tagen oft sehr viel einsamer sind als sonst, gerade dann hält Gott den Himmel für uns weit offen. Sein Versprechen: „Ich bin mit dir“ gilt – gerade dann, wenn wir unseren Kopf auf einen Stein betten müssen, wenn die Zeiten uns - so wie jetzt - viel abverlangen. 

Da, wo Jakob diesen Traum hat, wo er trotz aller Unruhe so tief schläft, ausgerechnet da ist Gottes Haus – „Beth-El“, wie Jakob diesen Ort nennt. Das heißt doch: Gott ist da, wo ich bin! Und das heißt auch: Gottes Haus ist da, wo wir ihm innerlich nahekommen. Gottes Frieden lässt sich finden, wo wir uns nach ihm ausstrecken. Und weitergedacht: Sie und ich und wir alle sind trotz äußerer Bedrängnis, trotz spürbarer Einsamkeit, trotz eingestellter Gottesdienste und fehlender Besuche auch jetzt im Hause Gottes, ihm ganz nah, denn Gott ist, wo du bist!

Wir sind einander verbunden und bleiben im Haus Gottes, auch wenn am Sonntag keine Gottesdienste mehr in unseren Kirchen gefeiert werden dürfen. Und wir gehen auf Ostern zu im Wissen, dass es Jesus Christus ist, der mit uns geht, der auch mit uns betet, wenn am Sonntag alle Glocken läuten werden. Beten Sie mit – füreinander und miteinander!

 

Wenn am Abend um 19.00 Uhr unsere Kirchenglocken läuten, könnten wir zur betenden Gemeinde werden, indem wir – jeder für sich und doch zusammen- jenes Gebet sprechen, dass mein Kollege Erhard Falk aus Althütte gefunden hat und das zum Mitbeten einlädt:


Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.

Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.

Wir beten für alle, die in Panik sind. Für alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht.

Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.

Gütiger Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen,
niemanden umarmen können. Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.

Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt, dass die Zahlen zurückgehen,
dass Normalität wieder einkehren kann.

Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist.
Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können.
Dass Du allein ewig bist.
Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.

Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir.
Amen

 

Seien Sie herzlich gegrüßt und Gott befohlen, Ihre Pfarrerin Renate Dinda

 

 

Hinweis zu den Opfergaben an Sonn- und Feiertagen

  • add Liebe Gemeindemitglieder,

    die aktuelle Corona-Krise stellt auch die Landeskirche bei scheinbar normalen Vorgängen vor große Herausforderungen. Durch den Ausfall der Gottesdienste fallen auch die an diesen Sonntagen bzw. Feiertagen erbetenen Opfer weg. 

    Dabei handelt es sich um folgende Opfer, die ausfallen, da keine Gottesdienste stattfinden: 

    10. April (Karfreitag): für die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ (DWW)

    Nach dem  Kollektenplan  2020  ist  das  Gottesdienstopfer  am Karfreitag,  10.April2020,für die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ der Diakonie in  Württemberg  bestimmt. Hierzu  ergeht folgender Opferaufruf des Landesbischofs: Die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ unterstützt kirchliche und ökumenische Partner bei der diakonischen  Arbeit in  Georgien,  Griechenland,  Polen,  Rumänien,  Russland,  Serbien  und der Slowakei.„ Hoffnung für Osteuropa“ will Menschen in Notlagen neue Zuversicht geben. Hoffnung teilen, Hilfe weitergeben. Das Wort Jesu: „Ich war hungrig und ihr habt mich gespeist, ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“ (Matthäus 25,35) stellt uns besonders an die Seite von Armen und Ausgegrenzten, Flüchtlingen, alten Menschen sowie benachteiligten Kindern und Jugendlichen. Mit Ihrer Hilfe können Geschwister in Osteuropa erfahren, dass sie Teil der großen Gemeinschaft sind, die einander in Christi Namen hilft. Auch Ihre Spende gibt Hoffnung – Hoffnung für Osteuropa. 

     

    03. Mai (Jubilate): für besondere gesamtkirchliche Aufgaben (EKD)

    Das Opfer  am  heutigen  Sonntag  Jubilate  wird  für  besondere  gesamtkirchliche  Aufgaben  in der Evangelischen Kirche in Deutschland erbeten. In Deutschland besuchen über 800.000 junge Menschen Schulen, Hochschulen und Kindertagesstätten in evangelischer Trägerschaft .Diese Schülerinnen und Schüler, Studierende und Kinder an evangelischen Kindertagesstätten  sollen  lernen,  Streit  zu  schlichten,  Konflikte  zu  erkennen  und  Versöhnung  zu  gestalten. „Selig sind, die Frieden stiften. Denn sie werden Gottes Kinder heißen“. Jesu Wort aus der Bergpredigt ist leitend für das Projekt ‚Frieden stiften und Versöhnung lernen‘. Mit  Ihrem  Opfer  ermöglichen  Sie,  dass  junge  Menschen  im  Horizont  des  christlichen  Glaubens Konflikte bearbeiten lernen und zum Friedensengagement ermutigt werden.

    Selig sind, die Frieden stiften. Denn sie werden Gottes Kinder heißen (MT 5, 9).

     

    Pfingstfest 31. Mai - für aktuelle Notstände.

    Nach dem Kollektenplan 2020 ist das empfohlene Opfer am Pfingstsonntag, 31. Mai 2020, für aktuelle Notstände bestimmt. Hierzu ergeht folgender Opferaufruf des Landesbischofs: ‘Wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft‘ (1Kor 12,13). So feiern wir an Pfingsten die Verbundenheit der weltweiten Kirche Jesu Christi. Wir sind gerufen, uns zu freuen an der Gemeinschaft, die uns in Christus geschenkt ist. Und wir sind gerufen, ‚füreinander zu sorgen‘ (1Kor 12,25). Diesem Ruf wollen wir als Landeskirche folgen mit unserem Pfingstopfer. Es soll Geschwister weltweit unterstützen, die in Not sind oder sich für andere Notleidende einsetzen. So kam das Pfingstopfer des vergangenen Jahres Menschen zugute die von der Flutkatastrophe durch den Cyclone Idai im Süden von Malawi und Mosambik betroffen waren. Sie konnten mit dem Nötigsten unterstützt werden. Auch Ihr heutiges Opfer geht an notleidende Menschen in den Katastrophengebieten dieser Welt. Gott segne Geber und Gaben!

     

    Die Opfer vom Karfreitag und Pfingsten möchten wir Ihnen besonders ans Herz legen, da die Einnahmen hier Menschen in Notlagen in ganz Europa zugutekommen. Mit uns verbundene Kirchen haben bereits nach Unterstützung nachgefragt, wie etwa die Evangelische Kirche in Italien, die Kirche in Österreich, die Kirche in Ungarn und Kirchen in Griechenland.

    Wenn Sie hier unterstützen möchten, überweise Sie ihr Opfer bitte auf das Konto unserer Kirchengemeinde unter dem Verwendungszweck: Opfer vom (Datum des Sonntages) 

    Bis zu einem Spendenbetrag von 200 Euro wird Ihr Einzahlungsbeleg als Spendenbescheinigung vom Finanzamt anerkannt.

    Aber Sie erhalten von uns immer auch eine Spendenbescheinigung zugesandt.

    Konto der Kirchengemeinde

    Lippoldsweiler: Kreissparkasse Waiblingen, Kto. Nr. 20310,

    BLZ 60250010,

    IBAN  DE 3960 2500 1000 0002 0310

    BIC SOLADES1WBN

    Ihre Pfarrerin Renate Dinda

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

liebe Mitchristinnen und Mitchristen, 

man mag das Wort corona schon kaum mehr hören und doch sieht alles danach aus, als würde uns dieses Virus auf längere Zeit hin buchstäblich in Atem halten. Bereits in den letzten Tagen war es nötig, in atemberaubendem Tempo nicht nur Dinge hintanzustellen, die uns im Alltag bisher lieb und wert waren, sondern auch Höflichkeitsregeln und Zuneigungsgesten zu überdenken oder kurzfristig auszusetzen, die seit Jahrhunderten zu unserer Kultur gehören. In den christlichen Gemeinden haben wir uns seit langer Zeit darin geübt, in Gottesdienst und Gemeindeleben auch äußerlich Zeichen persönlicher Nähe zu setzen. Fast über Nacht wurde dem, was wir seither als positiv empfunden haben, ein Minuszeichen vorangestellt. Kein Wunder, wenn unser Gefühl da noch Zeit braucht, diesen Schwenk nachzuvollziehen. 

Schulen und Kindertagesstätten geschlossen, drei Wochen vor den regulären Ferien, Spielplätze, Schwimmbäder, Cafés und Läden durch Regierungsanordnung leer – an ein vergleichbares Szenario kann ich mich in den letzten sechs Jahrzehnten nicht erinnern. Ab kommendem Sonntag gilt ein allgemeines Gottesdienstverbot. Selbst Gottesdienste in den Krankenhäusern und Altenpflegeheimen dürfen nicht mehr stattfinden. Auch das ist in meiner Erinnerung – mindestens in der westlichen Welt – ohne Beispiel. Kirchliche Feiern wie Trauungen, Ehejubiläen, Konfirmationsjubiläen und Taufen – mit der Ausnahme von Nottaufen - finden bis auf Weiteres nicht statt. Im Blick auf die für Mai geplanten Konfirmationen gibt es im Moment noch keine definitive Beschlusslage. Mit ihrer Absage muss aber gerechnet werden. Und für Beerdigungen hat die Landeskirche momentan sehr strenge Regelungen: Sie sollen nur unter freiem Himmel und im Rahmen ortspolizeilicher Vorgaben stattfinden. Wie lange das so gelten kann, ist offen. Die eigentlich für kommenden Freitag geplante Bezirkssynode ist abgesagt, genauso alle kirchlichen Gruppen und Kreise, Chorproben und sonstigen Treffen. Wir bitten Sie hierfür um Verständnis. 

Seelsorgerliche Begleitung der Menschen in allen Lebenslagen ist eine der Hauptaufgaben des Pfarrdienstes. Aller Voraussicht nach wird der Bedarf auf diesem Gebiet in den nächsten Wochen eher zu- als abnehmen. Aber wie kann das unter den gegebenen Bedingungen hilfreich geschehen? Wir werden es so versuchen: Keine Pfarrerin / kein Pfarrer und auch kein Besuchsdienstmitglied wird von sich aus zu einem Geburtstags- oder Krankenbesuch gehen, um niemanden in Verlegenheit zu bringen. Wo aber der Wunsch zu einem Seelsorge- oder Krankenbesuch besteht, werden wir ihn selbstverständlich nicht verweigern. Bitte geben Sie uns entsprechend Bescheid. Hausbesuche bei Menschen, die unter Quarantäne stehen, sind von amtlicher Seite verboten. Wir wollen und werden aber auch hier über Telefon, E-Mail und anderes Wege finden, in Kontakt zu bleiben und seelsorgerlichen Beistand zu leisten. Bitte unterstützen Sie uns hierin, auch indem Sie entsprechende Auskunft über die Sachlage geben. 

Überhaupt wird es in der nächsten Zeit darauf ankommen, dass wir noch intensiver als bisher telefonisch oder per Mail in Kontakt bleiben. Nur so können wir dazu helfen, dass niemand vereinsamt oder in Not gerät. Nutzen Sie dazu die Telefonnummer und Mailadresse Ihres Pfarramts oder wenden Sie sich ans Dekanat: Telefon 07191-32180 / bitte ggf. Anrufbeantworter nutzen! / Mail: dekanatamt.backnangdontospamme@gowaway.elkw.de. Wir denken darüber nach, ob Gottesdienste und Andachten von uns aus der Region wöchentlich ins Internet gestellt hilfreich sein könnten und nehmen auch dazu gerne Ihre Anregungen entgegen. 

Zum Schluss noch eine Anregung meinerseits: Eine uralte christliche Tradition wird voraussichtlich allen Corona-Verboten standhalten: Das Glockengeläut. Jeden Tag um 12 Uhr läutet die kleine Friedensglocke auf dem Türmchen der Stadtfriedhofskapelle. Abends um 18 Uhr läuten die Glocken auf dem Stadtturm. Was fast schon in Vergessenheit geraten ist: die Glocken laden ein zum gemeinsamen Gebet. Für den Frieden, für Gesundheit, für Menschen, die einem am Herzen liegen, für sich selber, für die Stadt, das Land und die Welt. Und das ist nicht nur – wie seither – im Kirchenraum möglich, sondern auch daheim in der Wohnstube. Wenn ich recht sehe, werden wir dieses Gebet in diesen Tagen nötig brauchen.

 

Bleiben Sie behütet!

 

Ihr Dekan Wilfried Braun      

Termine

  • add Bis auf weiteres sind alle Veranstaltungen abgesagt.