Kirchen(wieder)eintritt

Glaube und Religion

Der ernsthafte Wunsch genügt

In die Evangelische Landeskirche in Württemberg kann man auch per Telefonanruf zurückkehren.

Menschen beginnen über eine Rückkehr in die Kirche nachzudenken, wenn sie ein Kind erwarten, sich kirchlich trauen lassen oder ein Patenamt übernehmen wollen. Aber auch schwere Erfahrungen wecken Fragen nach einem "Mehr", nach Kirche, Gott, Gemeinschaft. Häufig lernen Eltern die Arbeit der Kirche über ihre Kinder von einer neuen, positiven Seite kennen. Wichtig ist der evangelischen Kirche für ein Kircheneintritt nur eines: Es muss ein ernsthafter Wille vorhanden sein, wieder zur Kirche zu gehören.

Kostenlose Info-Telefonnummer

0800 8138138

Das kostenlose Info-Telefon der Landeskirche ist momentan montags und mittwochs von 9 bis 17 Uhr besetzt.

E-Mail: Eintritt@elk-wue.de

Kirchenaustritt

Die Gründe für einen Kirchenaustritt sind verschieden. Oft mögen finanzielle Erwägungen zu diesem Schritt drängen, manchmal ist es aber auch Unmut über bestimmte Erscheinungen in der Landeskirche oder in der Kirchengemeinde vor Ort. Damit tatsächliche Mängel, die ihre Ursache vor Ort  haben,  abgestellt werden können, hilft u.U. ein klärendes Gespräch mit ihrer zuständigen Pfarrerin (Tel. 52098) oder den Mitgliedern des Kirchengemeinderates. 

Mit dem Kirchenaustritt verlassen bisherige evangelische Mitglieder ihre Landeskirche, in unserem Fall die Evangelische Landeskirche Württemberg. Der Austritt erfolgt nicht über das Pfarramt, sondern über das Einwohnermeldeamt. 

Dazu heißt es in § 26 des Kirchensteuergesetzes ( KiStG):

Gesetz über die Erhebung von Steuern durch öffentlich-rechtliche Religionsgemeinschaften in Baden-Württemberg (Kirchensteuergesetz - KiStG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 15. Juni 1978

§ 26 

Austritt aus einer Religionsgemeinschaft

(1) Jeder hat das Recht, aus einer Religionsgemeinschaft durch eine Erklärung gegenüber dem für seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt zuständigen Standesbeamten mit bürgerlicher Wirkung auszutreten. Die Erklärung ist persönlich zur Niederschrift abzugeben oder in öffentlich beglaubigter Form einzureichen; sie darf keine Bedingungen oder Zusätze enthalten. Der Nachweis der Zugehörigkeit zu der Religionsgemeinschaft ist nicht erforderlich. Für Personen unter 14 Jahren richtet sich die Berechtigung zur Erklärung des Austritts nach dem Gesetz über die religiöse Kindererziehung vom 15. Juli 1921 (RGBl. S. 939).

(2) Zur Niederschrift abgegebene Austrittserklärungen werden mit der Unterzeichnung der Niederschrift, in öffentlich beglaubigter Form eingereichte mit ihrem Eingang wirksam.

(3) In der Austrittserklärung sind der Familienname und die Vornamen der austrittswilligen Person sowie Tag und Ort ihrer Geburt, ihr Wohnsitz oder ihr ständiger Aufenthalt anzugeben. Der Austritt und das Datum des Austritts sind der ausgetretenen Person zu bescheinigen und der für den Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt der ausgetretenen Person zuständigen Kirchengemeinde oder Religionsgemeinschaft sowie der für sie zuständigen Meldebehörde unverzüglich mitzuteilen.

(4) Wer aus einer Religionsgemeinschaft in eine andere übertreten will, kann im Falle einer Vereinbarung über den Übertritt zwischen diesen Religionsgemeinschaften nach den Bestimmungen dieser Vereinbarung ohne Erklärung des Austritts übertreten.

Ein Austritt aus der evangelischen Landeskirche Württembergs macht allerdings die Taufe nicht rückgängig – bei einem Wiedereintritt erfolgt also keine erneute Taufe. 

  • Wer nicht der Evangelischen Kirche angehört kann kein in unserer Kirche kein Patenamt übernehmen. Er kann sich nicht mehr an der Wahl kirchlicher Gremien beteiligen.
  • Da die kirchliche Bestattung ein Dienst an den Mitgliedern  und für die Mitglieder der Kirchengemeinde ist, kann eine solche Bestattung nur erfolgen, wenn es aus seelsorgerischen Gründen in Bezug auf der Gemeinde zugehören Angehörigen geboten und notwendig erscheint.